Bei den nationalen Titelkämpfen der U18-männlich spielt der TVR das fast perfekte Turnier, erreicht einen 6. Platz und weiß, dass er auch ganz oben hätte stehen können.
Das erste Spiel der Deutschen Meisterschaft zwischen dem TV Rottenburg und Eintracht Wiesbaden hätte auch schon das Finale sein können. In einem eineinhalbstündigen Abnützungskampf zeigten diese beiden Teams die vielleicht beste Turnierleistung aller Teams zur Eröffnung. Der Tie-Break dieses Spiels liest sich wie der dramatische Inhalt eines klassischen Dramas. Nach einer unfassbaren 8:1-Führung im Tie-Break kam Wiesbaden zwar näher, aber beim Punkt zum 14:10 schien der TVR als der sichere Sieger. Doch der Ball wurde auf Grund einer schwerwiegenden Verletzung des Wiesbadener Hauptangreifers abgepfiffen. Betroffenheit bei beiden Teams und eine emotionale Szene folgte: Der Rottenburger Kehdinga trug den Wiesbadener Nationalspieler-Kollegen auf seinen Armen vom Platz. Damit war aber auch der unwiderstehliche Flow der Jungs vom Neckar verschwunden; der TVR machte zwar alle Punkte; aber auch durch Eigenfehler die des Gegners: Am Ende stand eine bittere 17-19- Tie-Break-Niederlage.
Mit einer enormen mentalen und fokussierten Disziplin führten die Gruppensiege gegen SG Lüneburg und die Berliner Mannschaft des SSV Karow-Nord sowie das Viertelfinale-Quali-Spiel gegen den VC Dresden am späten Samstagabend das Rottenburger Kollektiv dennoch ins Viertelfinale.
Einem perfekten ersten Satz, folgt ein knapper zweiter Satz gegen den späteren Vize-Meister Human Essen. Während das TVR-Bundesligateam im Playoff-Viertelfinale als Sieger vom Platz ging, konnten das „Nachwuchsduell“ nicht für Rottenburg entschieden werden. Ähnlich dramatisch wie in Spiel 1 konnten die Führungen im Tie-Break nicht nach Hause gebracht werden.
Im Halbfinale um die Plätze 5-8 zeigten die TVR-Jungs im großen „Württemberg-Duell“ dieser historischen U18-Saison noch einmal die ganze Palette ihres Könnens. Mit dem TV Rottenburg und dem MTV Barock Volleys Ludwigsburg standen sich der Württembergische und Süddeutsche Meister gegenüber. Standesgemäß musste auch hier der Tie-Break entscheiden, bei dem der TVR noch einmal über sich hinauswuchs und als verdienter Sieger vom Platz ging.
Im abschließenden Spiel um Platz 5 bleiben in Satz 1 drei Satzbälle unverwandelt und auch Satz 2 ging dann verdient an den Gegner; die Kräfte ließen nach und am Ende mussten die Jungs 18 Sätzen in 2 Tagen Tribut zollen und mit Platz 6 Vorlieb nehmen.
Hans Peter Müller-Angstenberger und TVR-Chef-Nachwuchstrainer Fynn Plüger waren sich einig, dass am Ende das Ziel einer Medaille denkbar knapp verpasst wurden und sogar der deutsche Meistertitel, den am Ende der VC Leipzig gewann, in greifbarer Nähe war. Doch unüberbietbar ist der Charakter dieser jungen Mannschaft. Und so kommt am Ende der Ex-Bundesligatrainer ins Schwärmen: „Selten habe ich in all den Jahren eine so selbstständig fokussierte und sich instruierende Mannschaft mit speziellen, individuellen Charakteren erlebt, die sich entgegen jedem Vorurteil über die junge Generation, als leidenschaftlich, engagiert und leistungsorientiert erwies. Solche Jungs machen es jedem Trainer leicht – mich und Fynn haben sie am Ende einfach nur glücklich gemacht, weil sie Herzensmenschen der besonderen Art sind.“
Ein besonderer Dank gilt Melanie und Bert Hofmeester, die unser cooles JAKO-DM-Shirt gesponsert haben sowie allen mitgereisten Fans und Eltern, die allesamt diese deutschen Meisterschaften neben dem sportlichen zu einem gemeinschaftlichen Erfolg haben werden lassen.
Für den TVR spielten:
Noah Luz, Janne Stoltze, Finn Hofmeester, Emilio Zacharias, Carl Marchetti, Ferdi Binanzer, Denis Hamburg, David Ulbrich, Ben Tschacher, Kehdinga Youcheu Kemtchou, Noah Althoff, Max Thielmann, Nils Tobiska, Adam Luz, Silas Schilling und David Fugunt.
Trainer:
Hans Peter Müller-Angstenberger und Fynn Pflüger.

