In hochdramatischen und emotionalen Spielen verwirklichen die Jungs des TVR den Traum von der großen, nationalen Bühne, gewinnen die Silbermedaille und fahren vom 15.- 17. Mai nach Amberg zu den Deutschen Meisterschaften der U18.
Dieser Erfolg baut sich wie eine Treppe auf, deren Fundament der württembergische Meistertitel Mitte Februar ist. Damals konnte man sowohl Friedrichshafen ausschalten, als auch Ludwigsburg im Finale dominieren. „Stepbystep“ ist die Losung dieses Teams und so war das Ziel auf der obersten Stufe das Erreichen der deutschen Meisterschaft. Mit zwei starken, fokussierten Leistung gegen Heidelberg und Offenburg konnten die ersten beiden Stufen genommen werden; aber die Komfortzone musste man nicht verlassen. Klar war vor dem Spiel gegen den Turnierfavoriten Freiburg, dass man diese Komfortzone sicher verlassen und die Enge und Widerständigkeit eines Spitzenspiels nicht fürchten, sondern fühlen muss. So kam es: Konnte sich Rottenburg am Ende des ersten Satzes auf 25:20 davonziehen, tat dies Freiburg im 2. Satz. So durfte der Tie-Break, der Satz für den es sich lohnt Volleyball zu spielen, entscheiden. Bei 13:14 und Aufschlag Rottenburg schien Freiburg dem Sieg näher, doch Noah Althoff schlug ein unfassbares Ass, bei dem die „Roten“ vom Neckar den 4. Matchball zum 20:18 nutzen konnten. Damit war, weil Freiburg in der Vorrunde gegen Ludwigsburg patzte, Treppenstufe 3 übersprungen und die direkte
Quali zur DM vollzogen. Natürlich wollten die Jungs um Kapitän Denis Hamburg nun auch den Titel und wieder landete man im Tiebreak. Bei 14:13 und 15:14 hatte man aussichtsreich die Matchbälle gegen Ludwigsburg auf der eigenen Schlaghand, aber es sollte nicht sein. Egal – an diesem denkwürdigen Tag schmeckt die Silbermedaille kein bisschen weniger. Dieses Team trotzte allen Verletzungen im Vorfeld und bestach durch ein hohes Maß an Selbstständigkeit und mentale Führungsstärke.
So bleiben am Ende Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger nur folgende Worte zu seinem herzzereißenden Team: „IHR habt es getan – step by step“
Spieler und Trainer auf dem Foto:
Hintere Reihe von links: Kehdinga Youcheu Kemtchou, Noah Althoff, Carl Marchetti, Janne Stoltze, David Ulbrich, Silas Schilling, Nils Tobiska, Noah Luz, Hans Peter Müller-Angstenberger
Vordere Reihe: Denis Hamburg, Ferdinand Binanzer, Emilio Zacharias, Finn Hofmeester, David Fugunt, Adam Luz, Ben Tschacher, Maximilian Thielmann