Vor rund 700 Zuschauern flog am Dienstagabend nach sechs Jahren erstmals wieder ein Rottenburger Aufschlag in der 1. Volleyball-Bundesliga übers Netz. Zum Bundesliga-Comeback empfingen die Aufsteiger die SWD powervolleys Düren, einen langjährigen Bundesligisten. An der gegnerischen Seitenlinie stand mit Christophe Achten zudem ein alter Bekannter: Der ehemalige Rottenburger Bundesliga-Trainer führt inzwischen die Dürener Mannschaft an. Mit einer 0:3-Niederlage (9:25; 15:25; 21:25) konnten die Rottenburger ihre Rückkehr auf die große Bühne allerdings nicht mit einem Erfolg krönen.
Bereits im ersten Satz bekamen die Rottenburger die Stärke der Gäste zu spüren. Vor allem im Block präsentierten sich die Dürener von Beginn an dominant und machten es den Gastgebern schwer, ihre Angriffe erfolgreich im gegnerischen Feld unterzubringen. Beim Stand von 6:14 sah sich Rottenburgs Trainer Jan Scheuermann bereits gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen. Doch auch danach fanden die Gastgeber kaum ein Mittel gegen das druckvolle Spiel der Powervolleys. Mit 9:25 ging der erste Satz deutlich an Düren.
Zu Beginn des zweiten Satzes zeigten die Rottenburger zunächst ein anderes Gesicht. Sie hielten besser gegen die gegnerischen Angriffe stand und ließen sich vom ersten Satz nicht entmutigen. Allerdings setzten die Gäste die Annahme der Gastgeber mit druckvollen Aufschlägen weiter unter Druck. Besonders der Dürener Diagonalangreifer Andres Jefanov sorgte mit zwei Assen für Schwierigkeiten auf Rottenburger Seite. Beim Stand von 5:11 war der Rückstand erneut erheblich.
Im dritten Satz belohnten sich die Rottenburger schließlich für ihren Kampfgeist. Sie blieben eng an den Gästen dran und das Spiel gestaltet sich spürbar ausgeglichener. Beim Stand von 13:14 war der Anschluss zum Greifen nah. Doch Düren machte erneut von seiner Bundesligaerfahrung gebrauch. Mit seiner beeindruckenden Blockstärke stellte das Team die Rottenburger Angreifer weiterhin vor große Herausforderungen. In der entscheidenden Phase setzten sich die Gäste wieder ab und bauten ihre Führung auf 16:20 aus. Mit einem Aufschlagfehler von Rottenburger Erik Brand war der Sieg der Gäste komplett.
Neben den starken Dürenern machten sich auf Rottenburger Seite auch einige vermeidbare Fehler bemerkbar. Übertritte, Übergriffe und Netzfehler kosteten wichtige Punkte und erschwerten es den Gastgebern, den Anschluss zu halten. Gerade in engen Spielphasen fehlte damit die nötige Konsequenz, um die Dürener noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Gegen einen erfahrenen Gegner wie die SWD powervolleys Düren wurde sichtbar, woran das Team noch arbeiten muss, zugleich aber auch, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.
Am Sonntag steht für die Rottenburger Jungs mit dem Auswärtsspiel gegen den MTV Ludwigsburg ein altbekanntes Derby auf dem Plan. Um 17 Uhr ist Anpfiff in der Innenstadtsporthalle.


















































