Nach 234 Minuten (25:22; 17:25; 18:25; 28:26; 27:25) und insgesamt sieben abgewehrten Matchbällen sichern sich die Rottenburger Volleyballer ihren ersten Heimsieg nach der Rückkehr in die 1. Bundesliga. Vor heimischer Kulisse fanden die Rottenburger zu ihrer altbekannten Blockstärke zurück und zeigten großen Kampfgeist gegen die WWK Volleys München.
Zum Start der Partie war das Spiel beider Teams gleichermaßen von Highlights wie von Fehlern geprägt. Auf Asse folgten Aufschlagfehler und auf Highlight-Hits folgten Angriffe ins Aus. Die kleine Führung der Rottenburger, die unter anderem durch einen Block von Zuspieler Aurel Sprenger (7:4) zustande kam, wurde von den neu formierten Münchnern schnell wieder aufgeholt. Doch den zweiten kleinen Run der heimischen Jungs holten die WWK Volleys nicht so schnell wieder auf. So startete das Rottenburger Team mit einer Führung (20:17) und guten Aussichten auf den ersten Satzgewinn der Saison in die Crunchtime. Diese Möglichkeit ließen sich die Spieler nicht mehr nehmen. Schließlich war es Erik Brand, der den Satz mit seinem Rückraumangriff zum 25:22 für Rottenburg vergoldete.
Bis zur Mitte des zweiten Satzes schenkten sich die Teams nichts und blieben stets eng beieinander, doch dann spielten sich die Münchner in einen Rausch: Aus 12:15 wurde 13:18. Und auch wenn das Team aus Rottenburg nicht aufgab, schienen die WWK Volleys immer die bessere Lösung zu finden. Der Satz endete schließlich recht deutlich mit 17:25 für die Gäste.
Nach zehn Minuten Satzpause startete Rottenburg direkt mit einem Block durch Yannick Menke in den dritten Satz. Doch dann zeichnete sich schnell ein ähnliches Bild wie im zweiten Satz ab. Rottenburg kämpfte um jeden Ball, doch am Ende wurde immer wieder auf Münchner Seite gejubelt, bis sich die Gegner auf 11:17 absetzten. Diesmal aber fand Rottenburg zurück ins Spiel. Unter anderem die Einwechslung von Niklas Lichtenauer brachte frischen Wind und die Mannschaft erkämpfte sich noch den ein oder anderen Punkt. Doch der Vorsprung der WWK Volleys war bereits zu groß geworden. Am Ende gewann München auch den dritten Satz mit 18:25 und sicherte sich so die Führung.
Auch den vierten Satz begannen die Rottenburger mit einem Breakpunkt und die nächsten beiden sollten gleich folgen. Mit einem Angriff über Pepe und einem Block brachte sich die Mannschaft vom Neckar gleich zu Beginn in Führung. Die Halle war laut, die Mannschaft wach und so hielt der TVR bis kurz vor der Crunchtime die Führung. Dann wollten die Spieler es aber noch einmal extra spannend machen und München kam wieder zum 20:20 heran. Ab da ließ kein Team mehr Punkte liegen. Schritt für Schritt kamen die beiden Mannschaften dem Satzende näher. Am Ende war es Jonas Enemark, der den Satz in der Overtime mit einem Block (28:26) für Rottenburg entschied.
Im fünften Satz erwischten die WWK Volleys den besseren Start. Mit vier Punkten waren sie zwischenzeitlich in Führung, bis der Block von Phillip Friedrich (3:6) die Aufholjagd der Rottenburger in Gang setzte. Beim Seitenwechsel war es schon nur noch ein Punkt, der die beiden Teams trennte. Kein Team ließ nach und so ging auch der Tiebreak in die Overtime. Beim Stand von 13:14 hatten die WWK Volleys ihren ersten Matchball. Sie konnten weder diesen noch einen der anderen sechs Matchbälle, die ihnen im Laufe der Partie noch geboten wurden, verwandeln. Die Rottenburg hielten immer wieder dagegen und beide Teams kämpften immer weiter. Erik Brand war derjenige, der den fünften Matchball für Rottenburg zum 27:25 und damit auch zum ersten Sieg der Saison verwandelte.
Für diesen Punkt und alle anderen guten Aktionen davor wurde Erik Brand nach dem Spiel zum MVP gekürt. Immer wieder hielt er seine Mannschaft im Spiel, übernahm viel Angriffsvolumen und war so ausschlaggebend für den Rottenburger Sieg am Samstagabend.