Zurück in der Volksbank Arena – TVR will gegen München ein anderes Gesicht zeigen

28. Okt. 2026 | Bundesliga

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt in die neue Bundesligasaison kehrt der TV Rottenburg am Samstag, 31. Oktober, um 19 Uhr in die heimische Volksbank Arena zurück. Mit den WWK Volleys München wartet ein sehr spannender Gegner. Für die Jungs vom Neckar bietet sich damit die nächste Gelegenheit vor heimischem Publikum eine Reaktion auf den schwierigen Saisonstart zu zeigen. Nach dem deutlichen 0:3 gegen Düren musste sich der TVR auch beim ersten Auswärtsspiel in Ludwigsburg mit 0:3 (16:25, 22:25, 16:25) geschlagen geben. Besonders der Beginn der Partie offenbarte die Schwierigkeiten der Rottenburger. Gegen den gut organisierten Block der Barock Volleys fanden die Angreifer zunächst kaum Lösungen. Im zweiten Durchgang gelang es, das Spiel offener zu gestalten, doch zu viele Eigenfehler verhinderten einen möglichen Satzgewinn. Die Erkenntnis nach zwei Spieltagen ist eindeutig: Um in der 1. Bundesliga konkurrenzfähig zu sein, muss Rottenburg über längere Phasen stabiler agieren und vor allem in den entscheidenden Situationen konsequenter werden.

Gegnercheck: Neues Münchner Projekt mit großen Ambitionen

Mit den WWK Volleys München kommt ein spannendes neues Projekt des deutschen Volleyballs nach Rottenburg. Zur Saison 2026/27 haben die bisherigen Bundesligastandorte Herrsching und Unterhaching ihre Kräfte gebündelt und treten erstmals gemeinsam unter dem Namen WWK Volleys München an.  Ziel ist es, die sportlichen und organisatorischen Möglichkeiten beider Vereine zu vereinen und sich langfristig im oberen Bereich der Bundesliga zu etablieren. Auf der Trainerbank steht mit Tomasz Wasilkowski ein erfahrener Coach, der bereits als Co-Trainer bei den BR Volleys sowie als Cheftrainer bei den Netzhoppers tätig war. Auch der Kader wurde neu zusammengestellt und verbindet junge deutsche Talente mit internationaler Erfahrung. Eine zentrale Rolle spielt Diagonalangreifer Stijn van Schie. Der 2,04 Meter große Niederländer ist nicht nur Kapitän, sondern soll mit seiner Erfahrung auch im Angriff Verantwortung übernehmen. Auf der Außenposition bringt der US-Amerikaner Josh Schellinger Athletik und Angriffspotenzial mit. Der Neuzugang wechselte direkt vom College nach Deutschland und gehört zu den interessanten Spielern des neu formierten Teams. Im Zuspiel stehen mit Moritz Gärtner und dem erst 18-jährigen Oliver Wachtel zwei unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Wachtel erhielt beim Saisonauftakt gegen Friedrichshafen zunächst das Vertrauen, ehe Gärtner die Spielgestaltung übernahm.

Sportlich verlief der Start für München ebenfalls nicht nach Wunsch. Gegen den VfB Friedrichshafen zeigten die Bayern bei der 1:3-Niederlage durchaus gute Ansätze und konnten einen Satz für sich entscheiden. Beim anschließenden Gastspiel in Düren folgte jedoch eine deutliche 0:3-Niederlage. Für die neu zusammengestellte Mannschaft geht es deshalb weiterhin darum, die eigenen Abläufe zu festigen. Aus Rottenburger Sicht wird es besonders wichtig sein, mit druckvollen Aufschlägen das Münchner Angriffsspiel zu erschweren und die beiden Außenangreifer sowie van Schie möglichst selten aus idealen Situationen angreifen zu lassen.

Heimspiel mit Pregame-Party – gemeinsam die ersten Punkte holen

Für den TVR steht am Samstag nicht nur die sportliche Weiterentwicklung im Mittelpunkt. Auch die Atmosphäre in der Volksbank Arena soll wieder eine wichtige Rolle spielen. Passend zum Heimspiel gegen München lädt der Verein zur Pregame-Party* ein. Mit Vergünstigungen für Studierende, besonderen Bier-Aktionen und einem DJ-Act vor dem Spiel soll bereits vor dem ersten Aufschlag für Stimmung gesorgt werden. Sportlich wird es für Rottenburg darauf ankommen, von Beginn an mutiger aufzutreten und sich nicht durch einzelne Fehler aus dem Rhythmus bringen zu lassen. Die Mannschaft hat in den ersten beiden Begegnungen bereits angedeutet, dass sie phasenweise mithalten kann. Nun gilt es, diese Ansätze über längere Zeit auf das Feld zu bringen.

Auch TVR-Manager Timo Hensler blickt mit Zuversicht auf die nächste Aufgabe: „Natürlich hätten wir uns den Saisonstart anders vorgestellt. Aber wir wussten, dass die Umstellung auf die 1. Bundesliga Zeit braucht. Entscheidend ist jetzt, dass wir aus den ersten Spielen lernen und uns von Woche zu Woche steigern. Gerade zu Hause wollen wir mit unseren Fans im Rücken mutiger auftreten und zeigen, was in dieser Mannschaft steckt.“ Die Ausgangslage verspricht ein interessantes Duell zweier Mannschaften, die sich noch in der Findungsphase befinden. Während München sein neu zusammengestelltes Team weiterentwickeln möchte, kämpft Rottenburg darum, sich im Bundesligaalltag zu behaupten.

Am Samstag soll die Volksbank Arena wieder zum Rückhalt werden – und der TVR den nächsten Schritt in Richtung der ersten Bundesligapunkte machen.

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